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Schon seit längerer Zeit hielt sich das Gerücht, Google wolle in das Geschäft der Domain-Registrierung einsteigen. Aus der Sicht von Google (so erzählte man), würde das aus verschiedensten Gründen Sinn machen.

So gibt es zum Beispiel Firmen und Personen, die ganze Netzwerke aus vielen, vielen tausenden von Web-Adressen aufbauen und so den Ranking-Algorithmus von Google unterlaufen. Als Registrar hätte es Google dann leichter, die Besitzverhältnisse von Domains zu ermitteln. Mit dieser Information kann der Schaden durch Link-Netzwerke begrenzt werden. (Die sonst den Ranking-Algorithmus korrumpieren).

 Google-als-registrar 

Als nächstes: Google zeigt die Tendenz, das Internet nicht nur erfassen, sondern auch “besitzen” zu wollen. Etwa nach dem Motto: wenn das Internet auf unseren Servern stattfindet, haben wir es einfacher, es zu indexieren.

Die Webseitengestaltung wird bei dieser Gelegenheit auch gleich mit erschlagen; allerdings nicht von Google selbst, sondern von Providern:

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Da können sich Telekom, 1&1, goDaddy, Strato und andere Hoster bald warm anziehen. Und natürlich auch die kleinen Webseiten-Gestalter. Denn gegen Shopify, Squarespace, Weebly und Wix – kann keine Webagentur auf Dauer bestehen. Hatte ich nicht unlängst vom vorhergesagten Stellensterben berichtet? Nein? Nun, möglicherweise war ich zu betroffen (obwohl ich glaube nicht betroffen zu sein). Nachtrag: 50% der Arbeitsplätze fallen in Zukunft dem Computer zum Opfer.